Tea Pets

Verschiedene Tierfiguren stehen auf einem Teetablett

Wenn du deine Teereise startest und dich mit Gong Fu Cha, der Kunst der Teezubereitung, beschäftigst, findest du sehr schnell auch Freude am Einrichten deines eigenen Teesets. Neben einem Teetablett, einem kleinen Gefäß (Kännchen oder Gaiwan), einem Fairness Cup (Gong Dao Bei), kleinen Tässchen, stößt du auch schnell auf Tea Pets oder auch 茶宠 (Cha Chong) genannt.

Tea Pets (Teehaustier klingt als deutsche Übersetzung leider echt nicht so schön) sind oft kleine Tonfiguren, die auf dem Teetablett stehen. Sie sind dekorativ und bestehen oft aus unglasiertem Ton. Bei der Gong Fu Cha Teezubereitung werden die Teeblätter durch den ersten Aufguss aktiviert und gewaschen. Dieser Vorgang spült feinen Teestaub und Verunreinigungen weg und auch die Bitterstoffe und Adstringenz lösen sich oft im ersten Aufguss. Der Tee wird mit dem nächsten Aufguss weicher und entfaltet sein Potential. Diesen ersten Aufguss, der sowieso nicht getrunken wird, gießt man über das Tea Pet. Durch die poröse Struktur des Tea Pet Tons, können sich mit der Zeit Aromen und Farbe vom Tee festsetzen.

Sie können auch sonst als Glücksbringer oder Trinkgefährte dienen und erinnern daran, dass Teetrinken ein langsamer und bedachter Akt sein darf. Mit der Zeit verfärben sich die Tierchen und werden glänzender und nehmen einen Teegeruch an. Um die Farbe und den Geruch zu bewahren ist es wichtig, sie nicht mit Spülmittel und Bürsten zu reinigen.

Gong Fu Cha Set mit Gaiwan, Fairness Cup und Tea Pet

Ihre Ursprünge haben Tea Pets vermutlich in der Yuan-Dynastie (1206-1368) in Yixing, dem Zentrum der Zisha-Keramik (lila Ton) und dem Ursprungsort für die bekannten Yixing-Teekannen. Sie entstanden hauptsächlich als Nebenprodukt der Teekannenproduktion. Auch damals dienten sie bereits als Glücksbringer.

Obwohl Tea Pets eine jahrhundertealte Tradition haben, erlebten sie einen neuen weltweiten Boom durch die Popularität des Gong Fu Cha, die in den 1970er Jahren in Taiwan und später wieder in China modern wurde.

Verschiedene Figuren können für verschiedene Sachen stehen. Schweine stehen dabei traditionell z.B. für Glück und Zufriedenheit, die Figur eines Mönches für Ruhe und Achtsamkeit und der Elefant für Stärke, Weisheit, Glück und Langlebigkeit.

Es gibt mittlerweile verschiedenste Arten, manche können die Farbe verändern und andere mit Wasser spritzen, wenn sie aufgegossen werden. Das Tea Pet wird in kaltes Wasser getaucht, bis es vollgesogen ist. Übergießt man es dann mit kochend heißem Wasser, dehnt sich die Luft im Inneren schlagartig aus und drückt das Wasser durch eine winzige Öffnung heraus.

Tea Pets sind noch ein Nischenprodukt in Deutschland und nur bedingt erhältlich. Da wir selber lange auf der Suche nach originellen Tea Pets waren, war klar, dass wir sie in unser Sortiment aufnehmen müssen. Neben der Qualität war für uns ein Kriterium am wichtigsten: Sie müssen Freude bringen beim Anblick auf dem Teebrett.

Wenn dir noch ein Tea Pet fehlt, dann schaue dich gerne in unserem Shop um!

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